[Gastbloggerwoche] Ran an´s Fondant!






Tatsächlich habe ich noch nie mit diesem Material gearbeitet, aber
das Interesse ist schon lange da! Zeit also, sich der Sache endlich mal anzunehmen und Profis 
ran zu lassen.Wie bereits am Wochenende angekündigt wird sich in dieser Woche auf Sinnenrausch
alles um Fondant, Cupcakes und Tortendeko drehen.

Den Start macht heute die liebe Bonny von Bonny & Kleid und gibt einen interessanten 
Einsteigerkurs mit tollen Tipps zum Thema Fondant.
Habt viel Spaß beim Lesen!



Hallo ihr Lieben,

ich bin die Bonny von Bonny & Kleid und berichte euch heute ein bisschen von meinen gesammelten Erfahrungen mit Fondant. Fondant kann einen in den Wahnsinn treiben oder einen dazu bringen, seine Torten mit nichts anderem mehr dekorieren zu wollen. Ich bin immer wieder froh über kleine Tipps und Tricks zum Umgang mit der Masse und selbst noch lange keine Expertin. Langsam kann ich aber erahnen was für tolle Ergebnisse man mit Fondant erzielen kann, wenn man sich so richtig auskennt. Was ich bisher so gelernt habe und mir weitergeholfen hat, zeige ich euch heute im "kleinen Einsteigerkurs".



Da das ja eine Anleitung für Anfänger ist, möchte ich euch zunächst beruhigen: wenn ihr euch beim ersten Mal Arbeiten mit Fondant so sehr aufregt, dass ihr den Klumpen gegen die Wand klatscht, ist das nicht ungewöhnlich. Mal klebt die Masse zu sehr, mal zerbröckelt sie, mal ist sie klumpig - dass das Ergebnis beim ersten Mal nicht sofort nach so vorzeigbar aussieht, ist also nicht tragisch. Es ist wie so oft: Übung macht den Fondant-Meister. Unten seht ihr meine ersten Versuche. Angegfangen habe ich mit selbstgemachtem Marshmallow-Fondant den ich rosa eingefärbt habe. Die zweite Torte habe ich mit Schoko-Fondant gemacht und die dritte mit gekauftem Rollfondant.

Für mich kommen drei Arten von Fondant in Frage: der MMF (Marshmallow-Fondant), den man leicht selber machen kann, der etwas aufwändigere Fondant mit Glycerin, der schon etwas komplizierter ist und der fertig gekaufte Rollfondant. Rezept für guten MMF findet ihr zum Beispiel hier, hier oder hier. Hier mal ein kleines Ranking der Fondantarten nach Schwierigkeit geordnet:

Für Anfänger: Am besten fertigen Rollfondant kaufen. Ich kaufe diesen hier. Leicht in der Handhabung und perfekt zum Üben.

Für Fortgeschrittene: Fortgeschrittene Fondant-Künstler können es mal mit dem MMF probieren. Er ist unheimlich günstig und man kann genau so viel zubereiten wie man benötigt. Die Zubereitung ist eigentlich sehr einfach, allerdings braucht man schon etwas Gespür dafür welche Konsistenz der Fondant haben sollte. Deshalb testet man sich am besten erst einmal an den fertigen Rollfondant heran.

Für Profis: Profis können sich auch an dem Fondant mit Glycerin versuchen. Der ist dem gekauften Rollfondant sehr ähnlich, sofern man ihn richtig macht. 



Obacht beim Kuchen!
Der natürliche Feind des zuckerhaltigen Fondants: Feuchtigkeit. Der Kuchen sollte deshalb trocken sein, zumindest an den Stellen an denen er mit dem Fondant in Berührung kommt. Obstkuchen sowie Sahnetorten sind deshalb nicht ideal. Außerdem sollte er schon gerade aus dem Ofen kommen. Oft ist er ja so hügelig und man muss, um ihn gerade zu bekommen, den Hügel abschneiden. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Wärmeverteilung innerhalb der Backform. Um diese auszugleichen, gibt es Bake Even Stripes zu kaufen. Genauso gut kann man die Isolierung allerdings auch selbst machen: dafür braucht ihr Alufolie, feuchtes Küchenpapier und ofenfeste Klammern. Das angefeuchtete Küchenpapier wickelt ihr also in Alufolie. Dann kommt der Alustreifen um die Backform herum, so, dass sie isoliert wird. Ich habe die Methode schon ein, zwei Mal getestet und hatte immer Erfolg damit. So kommt der Kuchen perfekt aus dem Ofen und man muss nicht dran herumschneiden.



Das A und O: gut ausrollen!
Das Ausrollen des Fondants ist immer etwas tricky. Manchmal bricht er, bröselt oder sieht nachher nicht ebenmäßig aus. Im Fachhandel oder online kann man spezielle Nudelhölzer aus Silikon bestellen mit denen das Ausrollen erleichtert werden soll. Ich habe eine andere Methode: Ich wickle Frischhaltefolie um ein klassiches Nudelholz und arbeite mit viel Palmin und Puderzucker. Dabei wende ich den Fondant immer wieder während des Ausrollens. Klappt wunderbar!

Und jetzt: Spachteln!
Am Anfang habe ich den Fondant einfach so auf die Torte geklatscht. Das Ergebnis sah dann auch dementsprechend "holprig" aus. Mittlerweile rühre ich aus Palmin, Puderzucker und einem Schuss Milch eine dicke Creme an, die sich wunderbar zum Ausgleichen von Macken eignet. So verspachtle ich den ganzen Kuchen rundherum und forme ihn für den Fondant zurecht.



Damit es perfekt wird - mit dem Smoother(Ersatz) glätten
Profis verwenden zum Glätten des Fondants einen sogenannten Smoother. Ich habe da eine andere Variante, die ich mir vor Jahren mal in einem Backkurs abgeguckt habe. Meistens hat man vom Fondant Reste übrig. Die forme ich zu einem festen Ballen, glätte ihn vorne etwas, in dem ich ihn auf die Tischplatte drücke und fahre dann mit dem "Fondant-Smoother" am Fondant entlang. So erhält er eine glatte Struktur und man kann Blasen, die manchmal entstehen super rausglätten. Umso sorgfältiger und länger man mit dem Smoother am Fondant herumstreicht, umso ebenmäßiger wird das Gesamtbild.




Die Möglichkeiten sind unendlich: man kann Cupcakes damit verzieren, Kuchen umhüllen, Dekoelemente daraus basteln oder Cake-Pops "ankleiden". Fondant ist quasi eine "Knetmasse" mit der man sich so richtig kreativ austoben kann.






Liebe Bonny, ganz herzlichen Dank für deinen tollen und informativen Beitrag.
Deinen Tipp mit dem Smoother-Ersatz finde ich genial und deine Porzellanherzen 
aus Fondant sind wunderschön. Neugierig wie ich bin, habe ich zum Schluß noch ein paar
Fragen an dich:

Hauptsächlich durch amerikanische Backblogs bin ich vor Jahren auf das Thema "Fondant" gestoßen.  
Erst dachte ich: "das kriegst du nie hin" und hab mich dann lange nicht rangetraut. 
Irgendwann habe ich dann aber doch angefangen mit Fondant zu experimentieren 
und es gleich geliebt Torten damit zu dekorieren.



Ein Kunststoff-Nudelholz ist für mich unverzichtbar. Daran bleiben Teig und Fondant nicht 
kleben und machen das Backen wesentlich angenehmer. Grundsätzlich geht bei mir nichts
mehr ohne meinen biegsamen Teigschaber von Tupper. Der hält schon ewig und mit dem 
bekomme ich auch den letzten Rest Teig aus der Schüssel. :)


Meine liebste Inspirationsquelle im Internet ist mittlerweile Pinterest geworden. 
Ich lege mir dort super gerne Pinnwände an und durchforste die Seite nach 
den schönsten Tortenkreationen. Außerdem liebe ich Zeitschriften wie die "Deli" 
oder die "Sweet Dreams".


Mein neues Lieblingsrezept für fluffige Cupcakes kommt leider erst die Tage online. 
Nach dem backe ich zur Zeit sehr häufig. Ein Dauerbrenner bei mir ist aber auch Karottenkuchen. 
Diese Karotten-Orangen-Torte hier ist da mein Favorit: 



Vielen Dank und schön, dass du dabei bist!
♥ Rebecca








Kommentare :

  1. Na das nenn ich mal eine perfekte Einführung, besser gehts nicht! Lieben Dank!
    Sonnige Grüße,
    Sabine

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  2. Hallo,

    ein sehr gelungener Start! Super auch der Tip mit der Isolierung beim Backen. Werde ich ausprobieren! :)

    Sonnige Grüße
    Carina

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  3. Wunderbar erklärt und mit schönen Bildern untermalt. Na, das muss man erst mal toppen können ...
    LG vonKarin

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  4. Hallo Bonny, super erklärt. Da trau selbst ich mich noch mal ans Torten eindecken.
    Lg Nadja

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  5. Auf der Stelle brauch ich jetzt Fondant!! :) Danke für den tollen Post!

    Maria

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  6. Liebe Rebecca & liebe Conny,
    Eine wunderbare Einführung in die Fondant Welt :-)
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

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